VfR Pforzheim – TSF Ditzingen / 18.09.1993

 

VfR Pforzheim – TSF Ditzingen 1:0 (0:0)
Samstag, 18.09.1993, 15:30 Uhr
Oberliga Baden-Württemberg 1993/1994, 9. Spieltag
Pforzheimer Holzhof

 


 

1:0! Kantenwein schenkte seinem Ex-Klub ein

Harry Griesbeck, Trainer des VfR Pforzheim, hatte es schon vor dem (Spitzen)-Spiel geahnt. „Gegen Ditzingen, das wird kein Hau-Ruck-Kick“. Er sollte rechtbehalten. Der absolute Knaller war’s nicht. Aber interessant allemal. Und am Ende hatte der VfR vor 1700 Zuschauern mit 1:0 die Nase vorn. Die Pforzheimer in der ersten Hälfte spielbestimmend. Fünf Minuten vor der Pause dann die Riesenchance für den Ex-Ditzinger Jürgen Kantenwein. Schuß aus sieben Metern, aber TSF-Libero Widmayer rette auf der Linie, für seinen schon geschlagenen Keeper Kronenberger. Sekunden später verlängert Schmidt liegend im Sechzehner, Kastl scheitert am glänzend postierten Gäste-Keeper. Vier Minuten drauf dann doch das 1:0, der entscheidende Treffer. Freistoß Schmidt von der rechten Seite und Kantenwein mit Torpedo-Kopfball Metern. In der zweiten Hälfte drehte dann Ditzingen auf, hatte drei, vier gute Möglichkeiten und großes Pech bei einem 18-Meter-Kracher von Marcus Sorg (74.) – Pfosten. Der VfR nur noch mit einer Chance, am Ende ein etwas glücklicher Sieg.

Bericht aus der Fußball-Info TSF Ditzingen Ausgabe 5 Seite 65 (1993/1994), aus “BILD Zeitung”

 


 
Kantenwein traf ins Schwarze

Jürgen Kantenwein entwickelt sich zum Mann der wichtigen Tore. Erst gegen Gaggenau, jetzt gegen Ditzingen brachte er seine Elf auf die Siegerstraße. Die beiden Spitzenteams zeigten zunächst großen Respekt voreinander, agierten abwartend und lauerten auf ihre Chance. Fünf Minuten vor der Pause hob der VfR die Neutralität auf. Der bienenfleißige Schmidt bediente maßgenau Manfred Kastl. Doch der Stürmerstar scheiterte an Kronenberg. Ditzingen hatte sich schon auf das 0:0 zur Pause eingestellt, war einen Momentunaufmerksam, als Jürgen Schmidt einen Freistoß in die Mitte gab. Jürgen Kantenwein ahnte die Flugbahn des Balls voraus und traf mit einem wuchtigen Kopfstoß gegen seinen ehemaligen Club ins Schwarze. Nach dem Wechsel ergriff Ditzingen zwar die Initiative, war jedoch vor dem Pforzheimer Tor zu harmlos. Der VfR zog sich zurück und hoffte auf Konter.

Bericht aus der Fußball-Info TSF Ditzingen Ausgabe 5 Seite 65 (1993/1994), aus “Kicker”

 


 

Kantenwein schenkt dem Ex-Klub ein

Von taktischen Zwängen eingeengt sahen die 1500 Zuschauer beim 1:0 zwischen dem VfR Pforzheim und den TSF Ditzingen eine Partie, die nur selten als Spitzenspiel zu bezeichnen war. Dennoch durfte ein Spieler aus Ditzingen jubeln: Der ehemalige TSF-Spielmacher Jürgen Kantenwein sorgte mit dem Pausenpfiff per Kopfball für das „goldene Tor“. Bewacher Widmayer, wie Michael Rentschler und Ralph Bany einst in Diensten des Pforzheimer Lokalrivalen FCP, hatte „Kante“ in dieser Szene zu viel Spielraum gelassen. Ansonsten waren die „Himmelsstürmer“ des Tabellenzweiten an der Kette. Kastl machte in seinem ersten Spiel nach der Roten Karte gegen Schöler ebenso wenig einen Stich wie Wolff gegen Rentschler. Die meisten Probleme in der Ditzinger Abwehr hatte Ralph Bany mit dem eminent fleißen Jürgen Schmidt. Ditzingens Coach Michael Feichtenbeiner war mit Bany dennoch zufrieden: „Im Ditzinger Umfeld wird von ihm einfach zu viel erwartet, seine Auswechslung hatte mit seiner Leistung nichts zu tun, ich wollte mit Wagner einfach mehr Druck machen“ Daß es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag daran, daß Schneikart auf der Linie rettete und Sorg nur den VfR-Pfosten streifte.

Bericht aus der Fußball-Info TSF Ditzingen Ausgabe 5 Seite 65 (1993/1994), aus “Sonntag-Aktuell”

 


 

Ausgerechnet Kantenwein!
Ex-Ditzinger brachte die TSF um den verdienten Lohn

Der Dritte gegen den Fünften. Da war auf dem Pforzheimer Holzhof eine Spitzenbegegnung zu erwarten. Der VfR -in dieser Runde ganz nach oben orientiert-, bezwang die TSF Ditzingen mit dem knappsten aller Ergebnisse.

Siegtreffer erzielte ausgerechnet Jürgen Kantenwein, der zu Beginn dieser Saison von Ditzingen zu den Pforzheimer Rasenspielern stieß. Sekunden vor der Pause erzwang er per Kopfball die Entscheidung. In dieser Situation blieb die Abwehr der Gäste wirkungslos. Gästecoach Feichtenbeiner war sehr unglücklich über das 0:1: „Wir haben mit einem Punkt gerechnet, doch bei der alles entscheidenden Situation, da hat meine Abwehr ganz schön gepennt“. Im zweiten Durchgang bekam der bis zum Wechsel dominierende VfR Pforzheim zusehends Fracksausen. Manni Kastl wurde nach einer guten Stunde ausgewechselt: „Ich habe während meiner Sperre gut trainiert, aber die Spielpraxis fehlt mir“, meinte er. Obwohl die Gäste das Kommando übernommen hatten, gelangen keine zählbaren Erfolge. Dabei ging bei den Pforzheimern nichtmehr allzu viel. Die eingewechselten Ditzinger Wagner und Erdin hatten im Schlussabschnitt in aussichtsreichen Schußpositionen kein Glück. „Was für ein Riesenpech“, trauerte Trainer Feichtenbeiner diesen Möglichkeiten nach. Den Ausfall des angeschlagenen Markus Lösch in der letzten Viertelstunde, das konnten die Ditzinger dann doch nicht mehr verkraften. Ihr Auswechselkontingent war schon ausgeschöpft. Zum Gewinnen fehlten den wackeren Gästen das Glück. Dabei hatten die Pforzheimer ihren Gegner im ersten Durchgang sicher in Schach gehalten und die besseren Möglichkeiten. „Das Spiel war von bester Klasse. Wir hatten schon vorher viel Achtung vor den Ditzingern“, kommentierte Harry Griesbeck das Geschehen.

Bericht aus der Fußball-Info TSF Ditzingen Ausgabe 5 Seite 65 (1993/1994), aus “Sport-Kurier”

 


 

Aufstellung TSF Ditzingen:
Andreas Kronenberger, Rainer Widmayer, Uwe Schöler, Michael Rentschler, Markus Lösch, Joachim Cast, Andreas Broß (60. Kahraman Erdin), Ralph Bany (60. Jürgen Wagner), Markus Ott, Christian Schwinger, Marcus Sorg
Trainer:
Michael Feichtenbeiner

Aufstellung VfR Pforzheim:
Grüttner, Weiner, Menze, Kirchstetter, Rapp, Schmidt (83. Schmitt), Kantenwein, Mierwald, Schneikart, Kastl (75. Bruggner), Wolff
Trainer:
Griesbeck

Tor: 1:0 Kantenwein (44.)

Gelbe Karten: Mirwald, Wolff, Bruggner – Ott, Cast, Sorg, Schwinger.

Schiedsrichter: Meusch aus Stuttgart

Zuschauer: 1.700

 

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